Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2018 / 2019


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

3. Runde am 18.11.2018

    SC Steinbach 2            -  SV 1920 Hofheim 5          4.0 : 4.0
1.  Kube, Jens                -  Happel, Jonas                0 : 1
2.  Romacker, Harald          -  Dohmes, Swidbert             0 : 1
3.  Bär, Christian            -  Happel, Jürgen             0.5 : 0.5
4.  Weller, Albrecht          -  Baumann, Wolfgang            1 : 0
5.  Becker, Günter            -  Rosenberger, Hans          0.5 : 0.5
6.  Glückmann, Jonas          -  Schwichtenberg, Jürgen     0.5 : 0.5
7.  Savoric, Stefan           -  Dyga, Ryszard                1 : 0
8.  Rolle, Klaus              -  Aravindan, Midhulan        0.5 : 0.5

Hart umkämpftes Unentschieden

Unsere Begegnungen mit Steinbach 2 standen schon des Öfteren auf des Messers Schneide. Und so kam es auch diesmal.

Anfangs lief es für uns recht erfolgreich. Noch ehe ich einen Blick auf die anderen Bretter werfen konnte, hatte bereits Jürgen H. mit Christian Bär (1508) Frieden geschlossen. Jürgen berichtet später: „Nach beidseits stabiler und ausgeglichener Eröffnung, wurde am Damenflügel um kleine Vorteile gerungen, die sich am Ende auf die Besetzung der a-Linie konzentrierten. Alle Schwerfiguren wurden abgetauscht und im Endspiel standen sich nun neben der jeweiligen Bauernformation nur noch jeweils zwei Springer und ein Läufer gegenüber, die sich weitgehend neutralisierten. Mit leichtem Vorteil für Schwarz einigte man sich letztlich auf Remis.“

Jonas, der nun sein Studium mit exzellentem Erfolg abgeschlossen hat, zeigte gegen Jens Kube (1673), dass er nach der Pause immer noch das Schachspiel beherrscht. Auch hier kommentiert Jürgen H.: „Mit seiner katalanischen Eröffnung hatte Jonas offensichtlich für ausreichend Verwirrung gesorgt, da seinem Gegner frühzeitig ein paar leichte Fehler unterliefen, die zunächst für einen Bauerngewinn ausreichen sollten. Nach dem Abtausch weiterer Bauern und Figuren hatte Jonas gerade gute Chancen auf den nächsten Bauerngewinn am Damenflügel erarbeitet, als Kube seinen verbliebenden Turm und seine Dame auf einer Diagonalen platzierte. Jonas konnte seinen Läufer auf diese Diagonale bringen, und angesichts des unvermeidlichen Qualitätsverlusts gab Kube auf.“

In meiner (Swidbert) Partie gegen Harald Romacker (1587) kam die selten gespielte, aber giftige Ulvestadt-Variante des Zweispringerspiels aufs Brett. Schnell kam meine Dame ins Spiel. Ich konnte Romackers König in der Mitte halten, die Entwicklung seines Damenflügels lähmen, und zusätzlich des Königs Schutzfiguren Turm und Läufer fesseln. So verschwanden bald sämtliche Bauern des Königsflügels, und als dann mein Springer noch den gefesselten Turm aufs Korn nahm, gewann ein Abzugsschach die Dame und Romacker gab auf.

Dann aber holte Steinbach auf. Ryszard hatte das Pech, gegen Stefan Savoric (1749) ein besonders schweres Los gezogen zu haben. Savoric konnte im Zentrum drei Bauern weit nach vorne bringen. Da Ryszard es versäumt hatte, seinem König ein Luftloch zu verschaffen, drohte auf einmal auch noch ein Grundreihenmatt und Ryszard gab auf.

„Glück“ hatte Jürgen S. gegen Jonas Glückmann (1409). Im Mittelspiel sah es optisch ausgeglichen aus. Jürgen bot remis und sein Gegner nahm an. Die anschließende Analyse zeigte aber, dass Glückmann ausgezeichnete Gewinnchancen gehabt hätte.

Midhulan erreicht gegen Klaus Rolle (1482) ein Endspiel mit gleicher Anzahl Bauern und jeweils zwei Läufern. Midhulan hatte zwar einen entfernten Freibauern, den sein Gegner aber erfolgreich blockieren konnte. Alle Versuche Midhulans, irgendwo durchzubrechen, fruchteten nichts, und man einigte sich schließlich auf remis.

Wolfgang stand gegen Albrecht Weller (1552) schon ziemlich eingeengt. Doch dann legte Weller die großen Schwächen seiner Stellung offen. Wellers Dame, Springer und Läufer drohten bereits mit matt. Es half auch kein Besänftigungsopfer des Läufers mehr und Wolfgang gab auf.

Beim Stand von 3,5 zu 3,5 kam es nun auf Hans‘ Partie gegen Günter Becker (1524) an. Er bot remis, was Becker ablehnte. Hans wickelte dann in ein Bauernendspiel ab, das aber wegen Beckers besserer Königsstellung nach meiner Meinung nicht so günstig aussah. Aber Hans ist ein zäher Bursche. Er konnte seine Stellung stabilisieren und nun seinerseits ein Remis-Angebot seines Gegners ablehnen. Schließlich gelang es ihm sogar, einen seiner Bauern ein Zug vor Becker zur Dame umzuwandeln. Jedoch Becker spielte aufmerksam, es kam zu Dauerschach. Damit endete Hans‘ Partie und der Mannschaftskampf remis.

Der Spielsaal jedenfalls mit seinen krassen Belichtungsverhältnissen hat diesmal wohl nicht den Durchblick einer Partei spielentscheidend getrübt.
(Swidbert Dohmes)