Mannschaften - Hessische Ligen - Hofheim 22019 / 2020


Hofheim 2 - Hessenliga

3. Runde am 10.11.2019

    SC Fulda 1                -  SV 1920 Hofheim 2            2 : 6
1.  Kierzek, Matthias         -  Zude, Erik                   0 : 1
2.  Baum, Bernd               -  Zude, Arno                   ½ : ½
3.  Weise, Martin             -  Weber, Ulrich                0 : 1
4.  Ugolyk, Vitaliy           -  Brendel, Oliver              ½ : ½
5.  Reh, Philipp              -  Tischendorf, Michael         0 : 1
6.  Küpper, Martin            -  Boric, Muhamed               0 : 1
7.  Huss, Rolf                -  Waffenschmidt, Joachim       0 : 1
8.  Haase, Reinhard           -  Daub, Wolfgang               1 : 0

Spielbericht Hessenliga 2. Und 3. Runde

Als ich vor zwei Wochen, nach meinem Einsatz in der Vierten Mannschaft, zurück ins Vereinsheim kam, um Michael, der mich bis dahin als Mannschaftsführer vertreten hatte, abzulösen, stand es 1,5 zu 1,5 und alle noch laufenden Partien sahen erfolgsversprechend oder zumindest ausgeglichen aus.

Zu Beginn hatte Helmut (Brett 6) in der Eröffnung unglücklich agiert und rasch verloren, was Muhamed (Brett 5) aber umgehend ausgegleichen konnte. Michael (Brett 4), unter dem Eindruck, dass alles gut aussah, hatte ein Remisangebot seines Gegners angenommen und konnte sich frühzeitig auf die Heimfahrt begeben. Danach kam dann aber Ulrich (Brett 7) unter Druck und wurde trotz heftiger Gegenwehr am Königsflügel zusammengedrückt. Aljena (Brett 3) konnte in einer komplizierten Stellung ihren Vorteil nicht festhalten und willigte in ein Remis ein. Zwischenstand 2 : 3. Oliver (Brett 1) und Patrick (Brett 2) standen zu diesem Zeitpunkt deutlich besser und Jürgen (Brett 8) hatte guten Ausgleich. Also Anlass zur Sorge, aber keine Panik.

Patrick konnten dann leider seinen Vorteil nur in ein Endspiel mit einem Mehrbauern überleiten, der letztendlich blockiert wurde. Remis nach 74 Zügen. Oliver hatte unterdessen einen wahrscheinlich klaren Gewinnzug verpasst und seinem Gegner stattdessen die Chance eröffnet in ein Endspiel mit zwei Türmen gegen Olivers Dame, abzuwickeln, das eher ungünstiger stand und nach zähen Versuchen den gegnerischen König doch noch in Bedrängnis zu bringen, mit einer Stellungswiederholung endete. Jürgen kämpfte, in einer zwischenzeitlich so ausgeglichen Partie, die man in jedem anderen Fall einfach remis gibt, wie ein Löwe und hätte seinen Gegner beinahe noch überlistet. Am Ende musste er aber, trotz Mehrbauer in einem nicht gewinnbaren Turmendspiel, in das (Un)vermeidliche einwilligen. 3,5 : 4,5 gegen einen Gegner, den wir eigentlich klar schlagen sollten.


Nach diesem Desaster musste es in Fulda besser laufen und man könnte meinen, dass sich das bereits während der Fahrt andeutete. Wir fuhren im Nebel los, der sich, kaum waren wir an Frankfurt vorbei, lichtete und einen schönen Ausblick auf die sonnige Herbstlandschaft gestattete. Auch ansonsten verlief die „Logistik“ perfekt. Wir fanden uns unterwegs auf der Autobahn und liefen gemeinsam so zeitig im Spiellokal ein, dass es noch zu einem Kaffee bzw. kleinen Imbiss reichte.

Nach der Eröffnungsphase war nur ich (Brett 8) mit meiner Situation nicht ganz glücklich. Muhamed (Brett 6) machte, wie beim letzten Mal, mit seinem Gegner kurzen Prozess. Einige Zeit später folgten Uli (Brett 3), Erik (Brett 1) und Joe (Brett 7). Ich hatte währenddessen mein schlechtes Gefühl in kleinen Schritten auf dem Brett weiterentwickelt, einen Bauern eingebüßt und schließlich die Waffen gestreckt.

Der Zwischenstand von 4 : 1 fühlte sich allerdings mit Blick auf die restlichen Bretter richtig gut an.

Oliver (Brett 4) und Arno (Brett 2) übten beide mit schwarz ordentlich Druck auf ihre Gegner aus. Letztendlich gelang es den Gegner aber ausreichend Widerstand zu leisten und beide mussten schließlich in ein Remis einwilligen. Michael (Brett 5) stand inzwischen sehr aussichtsreich, die technische Abwicklung zum Endstand von 6 : 2 hat aber doch noch einige Zeit in Anspruch genommen, was wir natürlich gerne hinnahmen.
(Wolfgang Daub)