Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2018 / 2019


Hofheim 5 - Bezirksklasse B Link Tabelle der Bezirksklasse B

1. Runde am 23.09.2018

    SC Frankfurt-West 2       -  SV 1920 Hofheim 5          3.0 : 5.0
1.  Henrici, Claus            -  Rohs, Peter,Dr.              0 : 1
2.  Kammerer, Peter           -  Dohmes, Swidbert             1 : 0
3.  Meisegeier, Thomas        -  Happel, Jürgen             0.5 : 0.5
4.  Lutz, Horst               -  Baumann, Wolfgang            0 : 1
5.  Niebling, Renate          -  Rosenberger, Hans            0 : 1
6.  Glasberger, Jan Lukas     -  Dyga, Ryszard                0 : 1
7.  Schwede, Harald, Dr.      -  Rolshausen, Gregor           1 : 0
8.  Vogelgesang, Mark         -  Aravindan, Midhulan        0.5 : 0.5

Hofheim 5 startet mit Sieg

Der Saisonauftakt verlief für Hofheim 5 recht erfreulich. Die Schachfreunde aus Zeilsheim gingen mit leichtem DWZ-Plus als Favoriten ins Rennen. Und zunächst sah es auch so aus, als würde sich das im Spielverlauf bestätigen.

Gregor büßte gegen Harald Schwede (1755) schon früh in der Eröffnung eine Leichtfigur ein, und gab die hoffnungslose Partie nach 18 Zügen verloren.

Katastrophal endete meine (Swidbert) Partie. Nach der Eröffnung hatte ich im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung mit Mehrbauern erreicht. Schon glaubte ich, Peter Kammerer (1757) mattsetzen zu können. Stattdessen gelang mir mit Einstellung meiner Dame der Bock des Tages.

Bei diesem Rückstand nahm Wolfgang das Remis-Angebot seines Gegners Horst Lutz (1517) zum Glück nicht an. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon eine ziemlich übersichtliche Endspielstellung auf dem Brett. Aus einer weiteren Abtausch-Serie kam Wolfgang mit einer Leichtfigur in Materialvorteil, der Horst Lutz zur Aufgabe bewog.

Unspektakulär verlief Jürgens Partie gegen Thomas Meisegeier (1526). Im Mittelspiel konnte keine Partei einen Vorteil erzielen. Die meisten Figuren verschwanden vom Brett und es entstand ein Springerendspiel mit vielleicht minimalem Vorteil für Schwarz. Da keine Seite mehr Gewinnchancen sah, einigte man sich auf remis.

Das Blatt wendete sich mit Ryszards Partie. Schon bald eroberte er durch geschickte Manöver einen Läufer seines Gegners Jan-Lukas Glasberger (noch keine DWZ). Als dann die meisten verbliebenen Figuren abgetauscht waren, übersah Weiß noch einen Qualitätsverlust und streckte die Waffen.

Peter hatte sich gegen Claus Henrici (1693) beträchtlichen Raumvorteil erspielt und konnte mit seinen Schwerfiguren in der d-Linie, dann in der f-Linie großen Druck ausüben. Schwarz war bald gezwungen, seine Königsstellung zu lockern, sodass Peter die Partie mit einem sehenswerten Mattangriff (inklusive Damenopfer) für sich entscheiden konnte.

Unser junges Talent Midhulan (10 Jahre, DWZ 1400) wählte als Schwarzer die skandinavische Verteidigung gegen Mark Vogelgesang (1552), der sich einen gewissen Raumvorteil erspielte. Aber Midhulan hatte eine feste Stellung und konnte sogar einen Bauern erobern. Da keine Seite Fortschritte machte und angesichts des sich abzeichnenden Mannschaftssieges willigte Midhulan in das Remis ein.

Einem Krimi glich zeitweise Hans´ Partie gegen Renate Niebling (1379). Beide Seiten hatten sehr luftige Königsstellungen, doch Hans hatte die Initiative. Immer wieder sah es so aus, als käme jetzt der entscheidende Angriff, aber seine Gegnerin verteidigte sich einfallsreich mit Gegendrohungen. Schließlich hatte Hans die richtige strategische Idee. Er tauschte fast alles ab und behielt ein Endspiel mit einem Frei- und Mehrbauern auf dem Königsflügel. Der Freibauer band die verbliebenen gegnerischen Kräfte, sodass Hans die restlichen schwarzen Bauern auf dem Damenflügel liquidieren konnte. Schwarz leistete noch verzweifelten Widerstand und opferte seinen letzten Springer, aber Hans führte seinen letzten Bauern präzise zur Umwandlung.

Alles in allem ein spannender Kampf mit Höhen und Tiefen, den die Hofheimer verdient für sich entschieden haben.

(Swidbert Dohmes)