Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2018 / 2019


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

4. Runde am 09.12.2018

    SV 1920 Hofheim 5         -  Sfr. Mörfelden-Walldorf    3.0 : 5.0
1.  Rohs, Peter, Dr.          -  Prantichi, Veaceslav       0.5 : 0.5
2.  Happel, Jonas             -  Rashed, Mohammed             0 : 1
3.  Dohmes, Swidbert          -  Scharff, Jürgen            0.5 : 0.5
4.  Rosenberger, Hans         -  Koculak, Eduard              0 : 1
5.  Dyga, Ryszard             -  Herzberger, Philipp          0 : 1
6.  Aravindan, Midhulan       -  Schulmeister, Jörg         0.5 : 0.5
7.  Kitz, Arnd                -  Petri, Reinhold            0.5 : 0.5
8.  Gehlhaar, Ulrich          -  Kipp, Norbert                1 : 0

Ersatzspieler punkten

Sage noch einer was gegen „Ersatzspieler“. Wieder fielen drei Stammspieler aus, doch unser Ersatz holte zwei Punkte! Leider schwächelten diesmal die Stammspieler, sodass es nicht zu einem Mannschaftspunkt reichte. Aber der Reihe nach.

Meine (Swidbert) Partie endete als erstes. Anders als sein Name vermuten ließe, war Jürgen Scharff (1619) sichtlich bemüht, die Partie möglichst schnell zu remisieren. Figuren stellte er stets so, dass er abtauschen konnte, und tat es dann auch. Als auch noch die Bauernketten verrammelt waren, bot er remis. Zunächst lehnte ich ab, jedoch alle Versuche, das Spiel zu öffnen, selbst wenn es für mich zweischneidig war, scheiterten. Nachdem die Partie zunehmend verflachte, willigte ich in das Remis ein.

Midhulan hatte gegen Jörg Schulmeister (1450) eine aktive Stellung mit einigen Drohungen, Schulmeister aber war auf der Hut, konnte in ein Turmendspiel mit gleichen Bauern abwickeln, und man einigte sich auf remis.

In Peters Partie gegen Veaceslav Prantichi (1919) hatten beide Seiten Chancen. Peter hatte eine zentralen, weit vorgeschobenen Freibauern, Prantichi einen Freibauern in der a-Linie. Da nur noch jeweils Turm und Läufer auf dem Brett waren, und keine Partei den Freibauern umwandeln konnte, gab Peter die Partie remis.

Schon heftig um das Remis musste Arnd gegen Reinhold Petri (1275) kämpfen. Er bekam ein Endspiel mit Minusbauern, und jede Partei hatte noch seine Springer. Es gelang Arnd, einen Springer und die Bauern auf dem Damenflügel abzutauschen. Petri behielt h- und g-Bauer, Arnd seinen h-Bauern, und man schloss Frieden.

Hans hatte es gegen Eduard Koculak (1659) bald mit einem riesigen Vorpostenspringer bei gedrückter Stellung zu tun. Als dann der Vorpostenspringer seinen Läufer schlug, konnte Hans nicht zurücknehmen, da er sonst seine Dame verloren hätte. Zum Schluss tauschte Koculak Dame und Turm gegen Hans‘ Dame und Springer, dafür lief dann ein Bauer unaufhaltsam zur Dame und Hans gab auf.

In komplexer Mittelspielsituation gelang es Jonas‘ Gegner Mohammed Rashed (1562) einen Turm in der zweiten Reihe zu platzieren und drohte, mit der Dame auf h2 zu schlagen. Nach langem Nachdenken griff Jonas leider fehl und Rasheds Dame drang mit tödlichen Drohungen ein, was Jonas zur Aufgabe bewog.

Die erfreulichste Partie gelang Ulrich gegen Norbert Kipp (1175). Er bekam ein Turmendspiel mit zwei verbunden Freibauern auf dem Damenflügel, Sein a-Bauer lief sehr schnell nach vorne. Kipp bekam dafür einen gefährlichen Freibauern in der h-Linie und konnte Ulrichs König arg in die Enge treiben. Doch Ulrich ließ seinen a-Bauern unbeirrt zur Dame laufen, denn er hatte richtig gesehen, dass Kipp weder mattsetzen, noch seinen Bauern umwandeln konnte. Ulrich tauschte einfach seine Dame gegen Kipps Turm und ließ seinen zweiten Freibauern zur Dame laufen. Mit dieser Übermacht setzte er dann seinen Gegner bald matt.

Beim Stande von 3 – 4 kämpfte Ryszard verzweifelt gegen Philipp Herzberger (1578). Ryszard berichtet: „Mit der Königsindischen Verteidigung war ich gut aufgestellt und konnte auch etwas Druck auf den gegnerischen Königsflügel aufbauen. Leider habe ich die gute Stellung überzogen und meinen Läufer auf c8 zu lange stehen lassen. Meine Initiative versiegte. Als ich noch den gewinnbringenden Zug übersah (mit Turm und Läufer den schlecht stehenden weißen König attackieren), war die Partie entschieden. Mein Freibauer ging verloren, und Herzbergers zwei entfernte Bauern waren im Endspiel nicht zu bremsen.“ In aussichtsloser Stellung überschritt Ryszard dann nach bald sechs Stunden seine Bedenkzeit und der Mannschaftskampf war verloren.
(Swidbert Dohmes)