Mannschaften - Frauen Ligen2019 / 2020


3. und 4. Runde der Frauen-Bundesliga in Erfurt
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3. Runde am 14. Dezember 2019 - 14:00 Uhr

    SK Lehrte                     -  SV 1920 Hofheim              2½ : 3½
1.  Fiona Sieber                  -  Karmen Mar                    0 : 1
2.  Katharina Newrkla             -  Ulrike Rößler                 1 : 0
3.  Lara Schulze                  -  Alena Kushka                  − : +
4.  Marine Zschischang            -  Christina Winterholler        0 : 1
5.  Nicole Manusina               -  Gulsana Barpiyeva             ½ : ½
6.  Jana Böhm                     -  Astrid Fröhlich-Dill          1 : 0

4. Runde am 15. Dezember 2019 - 09:00 Uhr

    SV 1920 Hofheim              -  SV Medizin Erfurt             2 : 4
1.  Karmen Mar                   -  Meike Ratay                   ½ : ½
2.  Ulrike Rößler                -  Ha Thanh Nguyen               ½ : ½
3.  Alena Kushka                 -  Elisa Reuter                  ½ : ½
4.  Christina Winterholler       -  Kristin Müller-Ludwig         0 : 1
5.  Gulsana Barpiyeva            -  Doreen Troyke                 ½ : ½
6.  Astrid Fröhlich-Dill         -  Carolin Umpfenbach            0 : 1

1. Frauen-Bundesliga in Erfurt Nach dreimonatiger Pause fuhren unsere Bundesligistinnen am 3. Advent - erstmalig mit einem Mannschaftsbus, der uns vom Lions Club Hofheim zur Verfügung gestellt worden war - zur zweiten Doppelrunde nach Erfurt. Glücklicherweise waren Schnee und Glatteis nur angesagt; außer Regen und etwas Wind beschwerte jedoch nichts die weite Anreise.

Das Wochenendziel war klar - keine der beiden Runden durfte verloren werden, Minimalerfolg drei Mannschaftspunkte. Erschwert wurde das Ganze durch die kurzfristige Absage von Mitra. Trotzdem konnten wir erneut eine starke und stabile Mannschaft an die Bretter bringen. Unseren ersten Gegnerinnen aus Lehrte gelang dies nicht - sie mussten auf Lara Schulze ersatzlos verzichten und schenkten Hofheim somit in diesem wichtigen Match gegen den Abstieg den ersten Brettpunkt. An den übrigen Brettern verliefen die Partien wie nach Ansage - stabilisieren und ohne Risiko spielen. Dementsprechend endete Gulsanas Partie - wie an allen Brettern gewünscht - in einem Unentschieden. Es sollte jedoch kein weiteres Remis mehr folgen.
1. Frauen-Bundesliga in Erfurt Als erstes kippte Christinas Stellung - aber zum Positiven. Ihre Gegnerin wollte, getäuscht durch ihr Läuferpaar gegen Läufer und Springer und einen Schein-Mehrbauern, unbedingt auf Sieg spielen und stellte mit einem aktiv wirkenden Zug einen Läufer ein. Ähnliches passierte an Brett 1, nur dass hier Karmen bereits mit einem Mehr-Freibauern auf c4 am Drücker war. Nach einem Schach platzierte das deutsche Jugendtalent und Nationalspielerin Fiona Sieber ihren König so, dass er dem Läufer das letzte Fluchtfeld nahm. Er konnte durch einen Bauernzug angegriffen werden und somit gelang Karmen der entscheidende Punkt zum Mannschaftssieg.

Ulrike stand gegen die österreichische Nationalspielerin Katharina Newrkla lange auf Ausgleich, stellenweise sogar leicht besser. Schließlich jedoch verließ sie sich zu sehr auf ihre Intuition, verschenkte unnötig einen Bauern und musste zusehen, wie ihr Hoffnungsträger - ein Freibauer auf der h-Linie - mühelos blockiert wurde. Danach war Widerstand zwecklos. Astrid kämpfte noch als Letzte um einen halben Punkt, konnte aber die entfernten Freibauern von Weiß nicht stoppen. Der 3,5-Sieg gegen Lehrte ist ein Traumergebnis und ein sehr wichtiger Schritt zum Klassenerhalt. Ausruhen und feiern war aber noch nicht angesagt, denn am Sonntag gegen Erfurt musste auch ein Sieg her. Genau wie wir mussten auch die Gastgeberinnen auf ihre ersten Bretter verzichten. Somit war ein sehr spannender Kampf zu erwarten - der sogar auf chess24 live verfolgt werden konnte.

1. Frauen-Bundesliga in Erfurt Nach drei Stunden war an einem Hofheimer Sieg nicht zu zweifeln. Karmen hatte in ein Remis eingewilligt und Astrid unterlief ein Zeitnotfehler, aber Bretter 2 bis 4 standen mit Materialvorteil und starkem Angriff klar auf Sieg. Das sah auch Gulsana und willigte im Damenendspiel in das Remis ein. Wahrscheinlich hatten wir bereits am Vortag all unser Glück aufgebraucht - wie auch immer, aus diesen drei sicheren Punkten gelangen uns am Ende nur zwei Unentschieden und der Kampf ging verloren.

Zwar liegen wir in der Tabelle immer noch im Mittelfeld; auf uns wartet allerdings ein hartes Restprogramm. In den Runden im Februar, in Hamburg und Hofheim, müssen nun schwere Kämpfe gewonnen werden, um den Abstieg auch in diesem Jahr von uns abzuwenden.
(Anna-Luise Heymann-Lobzhanidze)