Mannschaften - Hessische Ligen - Hofheim 22019 / 2020


Hofheim 2 - Hessenliga

7. Runde am 08.03.2020

    SV Griesheim 1976 2       -  SV 1920 Hofheim 2            2 : 5
1.  Bogdan Grabaczyk          -  Ulrich Weber                 0 : 1
2.  Holger Nothnagel          -  Oliver Brendel               1 : 0
3.  Joaquin Diaz              -  Joachim Waffenschmidt        1 : 0
4.  Markus Nothnagel          -  Muhamed Boric                ½ : ½
5.  Werne Hahn                -  Ulrich Segna                 ½ : ½
6.  Roberto Debortoli         -  Wolfgang Daub                0 : 1
7.  Raimund Höck              -  Johannes Kribben             0 : 1
8.  Thosrsaten Allmann        -  Felix Begri                  0 : 1

Nach unserem Sieg gegen Nied in der 6. Runde waren unsere Chancen auf den Meistertitel schon deutlich gestiegen. Um diesem Ziel noch näher zu kommen, wollten wir gegen Griesheim 2 unbedingt gewinnen. Leider konnten wir nicht in der denkbar stärksten Besetzung antreten und mussten bei der Dritten, bei der dadurch zwei Bretter frei blieben (sorry!), wertvolle Mitspieler „ausleihen“.

Da auch unser Gegner glücklicherweise nicht mehr in der ursprünglichen Stammbesetzung antreten konnte, hatten wir trotzdem noch ein DWZ-Plus von knapp 60 im Durchschnitt pro Brett. Der ELO-Unterschied war allerdings vergleichsweise minimal (durchschnittlich 10), weshalb wir nicht von einem Selbstläufer ausgehen konnten.

Allerdings gingen wir schon bereits nach etwa einer Stunde mit 1:0 in Führung. Ich hatte an Brett 6 genau den Gegner mit genau der Eröffnung vor mir, auf den/die ich mich intensiv vorbereitet hatte. Ein doppeltes, theoretisches Figurenopfer gegen Ponziani, das auch Arno schon mal in ähnlicher Form erfolgreich praktiziert hatte.

Die restlichen Partien waren zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger ausgeglichen. Es dauerte dann fast weitere drei sehr spannende Stunden, während derer sich die Einschätzung mehrerer Partien mal in die eine oder andere Richtung veränderte, bis Ulrich Weber an Brett 1, dessen Partie kurzzeitig auch zu den „Veränderlichen“ gehörte, den zweiten vollen Punkt (und insgesamt seinen 5. aus 5!) einfuhr.

Joe an Brett 3 war recht gut aus der Eröffnung gekommen, hatte aber beim Versuch seinen Stellungsvorteil in einen Materialvorteil umzumünzen, eine Erwiderung des Gegners unterschätzt. Der Zwischenstand von 2:1 wurde bald danach von Johannes (Brett 7), der seine Stellung aus der Eröffnung heraus konsequent in kleinen Schritten verbessert hatte und schließlich vernichtend in die gegnerische Stellung einbrach, auf 3:1 erhöht.

Die Spannung war dadurch aber keineswegs durchbrochen, da sich die verbliebenen Partien, zumindest von der Außensicht, eher kritisch entwickelt hatte. Bei Felix, an Brett 8, war ein Läufer in Bedrängnis geraten, Ulrich Segna, an Brett 6, der zuvor eine Qualität gewonnen hatte, sah sich starkem Gegenspiel gegenüber. Sein Gegner lehnte ein Remis-Angebot ab! Muhamed, an Brett 4, hatte zwar einen Bauern gewonnen, in einer allerdings ziemlich komplizierten Stellung mit gegnerischer Initiative und Oliver, an Brett 2, steuerte auf ein Endspiel mit Turm und ungleichen Läufern, aber anderthalb Minusbauern zu. Ulrich Segna konnte schließlich das Remis trickreich festhalten und Muhamed willigte, wenn ich es recht gesehen habe, in eine Stellungswiederholung ein. 4:2 Puh!

Bei Felix (Brett 8) hatte sich inzwischen die Stellungsbeurteilung völlig gedreht. Nach einem reklamationswürdigen Vorfall, verursacht durch seinen Gegner vor der Zeitkontrolle, wurde quasi unter Protest weitergespielt. Nach der Zeitkontrolle entwickelte sich die Partie aber rasch weiter zugunsten von Felix und der Tag ging an uns. Oliver wehrte sich danach noch tapfer, konnte aber den Partieverlust letztendlich nicht vermeiden.

In der nächsten Runde, am 22. März 2020, geht es nun zuhause gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Bad Homburg um die „entscheidende“ Vorentscheidung.

Ich hoffe, dass wir wieder eine nominell stärkere Mannschaft zusammenbekommen werden, und unseren „Lauf“ fortsetzen. (Wolfgang Daub)