Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2019 / 2020


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

2. Runde am 27.10.2019

    SV 1920 Hofheim 5         -  SC Sulzbach 1975           4.5 : 3.5
1.  Happel, Jonas             -  Bennewitz, Ralph           0.5 : 0.5
2.  Rohs, Peter               -  Henninger, Sascha            + : -
3.  Happel, Jürgen            -  Koller, Wolfgang             1 : 0
4.  Rosenberger, Hans         -  Dietze, Dietmar            0.5 : 0.5
5.  Rolshausen, Gregor        -  Scholz, Wenzel               0 : 1
6.  Baumann, Wolfgang         -  Zimmermann, Dieter           - : +
7.  Biesdorf, Jonas           -  Richter-Häbich, Dorothea   0.5 : 0.5
8.  Dröll, Alexander          -  Quaiser, Alfred              1 : 0

Glücklicher Erfolg gegen Sulzbach

Der Tag begann leider unerwartet mit einem unbesetzten Brett auf unserer Seite, was aber zu Spielbeginn dann erfreulicherweise ausgleichend auch bei den Gästen der Fall war.

Mit diesem arbeitsarmen Punkt von Peter an Brett 2 zum 1:1 Zwischenstand begannen an den restlichen Brettern dann lange Zeit sehr ausgeglichene und spannende Partien.

Zählbares gab es dann als nächstes bei Gregor am Brett, jedoch wanderte dieser Punkt an seinen Gegner. Mit einer Damen-Indischen Verteidigung in der Eröffnung startete Gregor ab dem 12. Zug nach eigener Einschätzung eine eher chaotische Abtauschvariante, mit der sein Gegner zunächst das Zentrum verlor. Leider hatte Gregor jedoch seine Dame aus den Augen verloren, die sich dabei in einem Netz verfangen hatte und gegen Tausch eines Turms und 2 Bauern vom Brett wanderte. Dieser Nachteil war mit zunehmender Spieldauer nicht mehr zu halten und führte zur Aufgabe der Partie.

Als nächstes kam Hans zu einem halben Punkt, nachdem er sich mit seinem Kontrahenten einen zähen Stellungskampf geliefert hatte. Auch wenn Hans aus der Eröffnung optisch leicht vorteilhaft herausgekommen war, verteidigte sein Gegner erfolgreich alle Versuche einen entscheidenden Vorteil zu erreichen, so dass ein Remis im weiteren Partieverlauf immer unausweichlicher wurde.

Unseren Ausgleich zum Zwischenstand von 2,5 zu 2,5 schaffte Alexander, der traditionell etwas später eingetroffen war und dem Gegner zunächst einmal 30 Minuten Bedenkzeit überlassen hatte. Er wählte daher auch seine bewährte und bekannte schottische 4 Springer Eröffnung und es entwickelte sich auch hier bis zum Mittelspiel eine ausgeglichene Partie. Alexander gelang es in der Fortsetzung jedoch seinen Gegner mit 2 vorrückenden Bauern unter Druck zu setzen. Um eine Umwandlung zur Dame zu verhindern, musste sein Sulzbacher Gegenüber am Ende sogar einen Turm opfern und die Partie war für ihn gelaufen.

Die etwas kuriose Vorentscheidung im Mannschaftskampf gab es dann überraschenderweise an meinem eigenen Brett 3 (Jürgen). Mit einem Wiener Gambit in die Partie gestartet, gestaltete sich auch hier ein lange Zeit ausgeglichenes Spiel, bei dem ich aber im Übergang zum Endspiel meinen Gegner mit kleinen Ungenauigkeiten immer weiter in Vorteil brachte, so dass ich eigentlich schon in den Modus „retten was zu retten ist“ übergegangen war. Da der Vorteil nicht allzu groß war, gab es hier zumindest aber immer die Chance durch einen schwächeren Zug des Gegners wieder auf einen Ausgleich zu kommen, die dann auch im 30. Zug kam und von mir genutzt werden konnte. Zu meiner Überraschung gab mein Gegenüber jedoch in dieser Stellung plötzlich auf und gratulierte mir zum Sieg. Mein erster Gedanke etwas Entscheidendes übersehen zu haben, stellte sich schnell als falsch heraus, stattdessen hatte mein Gegenüber seine Stellung nun fälschlicherweise etwas voreilig als verloren bewertet und mir damit zum für uns im Prinzip vorentscheidenden vollen Punktgewinn verholfen.

An Brett 1 hatte man als Beobachter vom Beginn der Partie an den Eindruck mit Jonas H. und seinem Gegner zwei Schachprofessoren bei der Lösung einer komplexen Forschungsaufgabe zu beobachten. Nach einem ausgesprochen theoretischen Angang an das Moderne Larsen-System entstand zunächst eine dynamische Abtauschstellung, die sich jedoch nach und nach in eine symetrische Stellung mit ungleichfarbigen Läufern auflöste. Es folgte ein wohl unvermeidbares Remis.

Und als Letzter war dann an Brett 7 Jonas B. für uns noch im Einsatz, der beim Stand von 4:3 für Hofheim die endgültige Entscheidung im Mannschaftskampf mehr oder weniger noch auf dem Brett hatte. Nach einem auch hier zunächst ausgeglichenem Spielverlauf konnte Jonas im 32. Zug mit einer Gabel auf Dame und Läufer eine schöne Kombination einleiten und diese mit einem Qualitätsgewinn und dem entsprechenden Vorteil abschließen. Diesen Vorteil gab er auch bis zum Ende der Partie nicht mehr aus der Hand und sicherte so sein ungefährdetes Remis und unseren abschließenden Mannschaftserfolg.

Wir freuen uns über einen am Ende sicher etwas glücklichen Erfolg gegen Sulzbach und über einen gelungenen Start in die neue Saison. Mit 4 Punkten aus den ersten beiden Runden können wir nun schon recht entspannt in die weiteren Runden gehen.
(Jürgen Happel)