Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2019 / 2020


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

3. Runde am 10.11.2019

    SC Bad Soden 4               -  SV 1920 Hofheim 5       3.0 : 5.0
1.  Grienitz-Dechau, Kai-Oliver  -  Rohs, Peter               1 : 0
2.  Rosa, Mike                   -  Happel, Jonas           0.5 : 0.5
3.  Senko, Daniel                -  Happel, Jürgen          0.5 : 0.5
4.  Özyar, Arin                  -  Baumann, Wolfgang         0 : 1
5.  Haller, Christian            -  Rosenberger, Hans         1 : 0
6.  Pfaff, Pawel                 -  Rolshausen, Gregor        0 : 1
7.  Haller, Andreas              -  Gordon, Wolfgang          0 : 1
8.  Samodurow, Georg             -  Dröll, Alexander          0 : 1

Auch in der 3. Runde konnte unsere 5. mit einer starken Mannschaft und fast in Stammaufstellung antreten und den 3. Sieg einfahren.

Peter Rohs bekam eine komplizierte Variante im Sizilianer aufs Brett und kam etwas passiv aus der Eröffnung heraus. Nach einem übersehenen Zwischenschach verlor er noch einen Bauern, den er aber bald zurückgewinnen konnte. Es entstand schließlich ein Endspiel mit je einem Turm, einem weißfeldrigen Läufer und drei Bauern. Peters Gegner hatte einen freien a-Bauern und Peter einen freien c-Bauern, der aber blockiert war. Leider konnte das Eindringen des gegnerischen Königs nach vorne nicht verhindert werden und besagter Freibauer war nicht mehr aufzuhalten.

Auf Jonas Happel wartete in dieser Runde mit einer DWZ von 1982 ein besonders starker Gegner. Nachdem Jonas die Eröffnung noch ausgesprochen gut überstanden hatte, verlor er leider im 20. Zug einen Bauern und befand sich anschließend über weitere 40 Züge im extremen Verteidigungsmodus. Am Ende fand sein Gegner in einer festgefahrenen Stellung jedoch auch keinen Gewinnweg mehr und die Partie endete für Jonas erfreulicherweise noch in einem hart erkämpften Remis.

Die indische Partie von Jürgen Happel verlief lange Zeit sehr ausgeglichen, brachte dann aber im 34. Zug mit einem Bauerngewinn den eigentlich entscheidenden Vorteil für Jürgen. Dieser Vorteil bot im weiteren Verlauf der Partie nun diverse Möglichkeiten einen Gewinnweg einzuschlagen, die von Jürgen aber alle etwas zu zaghaft agierend ausgelassen wurden. Stattdessen versäumte er die einzig offene Linie auf dem Brett unter seiner Kontrolle zu behalten und schaffte es so die vermeintlich gewonnene Partie noch in ein „sicheres Remis“ zu steuern.

Bei Wolfgang Baumann entwickelte sich nach einer französischen Eröffnung ein recht munteres Spielchen gegen einen sehr jungen Gegner, der zunächst einmal mit seinen Figuren den Angriff als Erfolgsrezept gewählt hatte. Einen so erfahrenen Schachspieler wie Wolfgang konnte dies jedoch nicht aus der Ruhe bringen und so gelang es ihm nach und nach Vorteile zu erspielen, die am Ende zu einer drückenden Überlegenheit und einem vollen Punkt für uns führten.

Hans Rosenberger hatte bis zum 30. Zug einen Vorteil von 2 Punkten. Beim 38. Zug bot sein Gegner einen Springer als Opfer an, indem er Hans seinen wertvollsten Bauer nahm. Danach brach das Spiel schnell zusammen.

Gregor Rolshausen spielte eine eher ruhige Partie in der französischen Verteidigung. Nach einigen erzwungenen Abtauschzügen machte sich ein Bauernvorteil bemerkbar, den Gregor auch nutzte und mit drei vs. zwei Bauern ins Endspiel ging. Dort tauschte man alsbald die Damen ab und glücklicherweise war Gregors König nahe genug, um seinem Bauern freie Bahn zu ermöglichen. Die Umwandlung führte dann zur Aufgabe des Gegners.

Wolfgang Gordon begann im Damengambit ziemlich unübersichtlich mit mehreren Möglichkeiten zum Bauerntausch. So verlor Wolfgang zunächst einen Bauern im Zentrum, gewann kurz darauf jedoch zwei seines Gegners und musste schließlich doch noch den schwachen Mehrbauern wieder hergeben. Dafür bekam Wolfgang aber eine druckvolle Stellung, die er bis kurz vor dem Matt des Gegners ausbauen konnte. Der opferte aber seine Dame für Läufer und Turm, um das Matt zu verhindern. Wolfgang raubte dann so viel wie er kriegen konnte. Als zuletzt der Turm dran glauben musste, gab sein jugendlicher Gegner nach zäher Verteidigung endlich auf.

Alexander Dröll gewann seine Partie und machte den Mannschaftssieg komplett.
(Gregor Rolshausen)