Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2018 / 2019


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

7. Runde am 10.03.2019

    SC Sulzbach 1975          -  SV 1920 Hofheim 5          3.5 : 4.5
1.  Bennewitz, Ralph          -  Rohs, Peter, Dr.             0 : 1
2.  Henninger, Sascha         -  Happel, Jürgen             0.5 : 0.5
3.  Zimmermann, Dieter        -  Dohmes, Swidbert           0.5 : 0.5
4.  Koller, Wolfgang          -  Baumann, Wolfgang          0.5 : 0.5
5.  Richter-Häbich, Dorothea  -  Rosenberger, Hans            0 : 1
6.  Mongi, Mario              -  Schwichtenberg, Jürgen       1 : 0
7.  Mook, Karl-Jürgen         -  Dyga, Ryszard              0.5 : 0.5
8.  Minkus, Walter            -  Aravindan, Midhulan        0.5 : 0.5

Knapper, aber verdienter Sieg

Nach anfangs verkorkster Saison dürfte dieser Sieg den endgültigen Klassenerhalt sichern. Bedingt durch den Rückzug von Bad Soden 4 haben wir zwar nur noch ein Spiel, aber die Kellerkinder werden sich in den verbleibenden Runden noch gegenseitig die Punkte abnehmen.

Gemächlich begann es mit Wolfgangs Partie. Er erreichte gegen seinen Namensvetter Wolfgang Koller (1540) schnell ein Endspiel mit ausgeglichenem Material. Das Remis kommentiert Wolfgang; „Das Eindringen der Türme auf der siebten Reihe musste verteidigt werden. Dies hat mich davon abgehalten, mit dem schwarzen Läufer den Springer c3 zu schlagen und dem Gegner einen Doppelbauern zu schaffen. Da der weiße Läufer von c6 nach b7 verdrängt werden würde und dann die Türme über d7-c7 spielentscheidend wirken würden.“

Leider stellte Jürgen S. gegen S.Mario Mongi (1401) bereits während der Eröffnung zweizügig eine Leichtfigur ein. Mongi spielte konsequent seinen Vorteil aus, und konnte mit einem unwiderstehlichen Königsangriff Jürgen zur Aufgabe bewegen.

Den ersten vollen Punkt erspielte Hans gegen Dorothea Richter-Häbig (1314). Im Mittelspiel konnte er einen Läufer seiner Gegnerin fesseln und bald erobern. Dann aber gelang es Richter-Häbig, einen Angriff mit Mattdrohungen zu inszenieren. Hans konnte aber noch alle Drohungen parieren, und als er Damentausch zu erzwingen drohte, gab seine Gegnerin auf.

Ryszard musste die Besetzung der c-Linie mit den Schwerfiguren seines Gegners Karl-Jürgen Mook (1261) zulassen. Aber als alle Leichtfiguren abgetauscht waren, sah Mook keine Möglichkeit mehr durchzubrechen. Er bot remis an, und Ryszard akzeptierte.

Den zweiten vollen Punkt verbuchte Peter gegen Ralph Bennewitz (1786). Für Peters handschriftlichen Bericht musste ich meine letzten Kräfte im Entschlüsseln von Hieroglyphen mobilisieren. Hier sein (leicht modifizierter) Bericht: „Mein Gegner wählte die Caro-Kann-Verteidigung. Nach der Eröffnung bekam ich starken Druck auf dem Damenflügel, wohin mein Gegner lang rochiert hatte. Nach beiderseitigen Ungenauigkeiten wurde mein Angriff durchschlagend. Angesichts des nicht zu verhindernden Damenverlusts gab Bennewitz auf.“

Turbulent verlief Midhulans Partie gegen Walter Minkus (1115). Nachdem Midhulan schon mit Läufer und Turm im Plus war, schien alles nur noch Formsache zu sein. Doch Minkus konnte einen Läufer zurückgewinnen, aber Midhulan hatte immer noch Turm und zwei Bauern mehr. Schließlich ging im Eifer des Gefechts auch noch der Turm durch ein Zwischenschach wieder verloren. Im entstandenen Endspiel blieben Midhulan nur noch zwei Bauern mehr, aber als Doppelbauer waren sie deutlich entwertet. Nach zahlreichen Friedensangeboten schloss man nach 66 Zügen endlich Frieden.

Zum Schluss wurde es dann beim Stande von 3,5 – 2,5 für Hofheim noch einmal spannend. Jürgen H. erreichte nach langem Kampf ein Unentschieden gegen Sascha Henninger (1740). Jürgen berichtet: „In der Partie entwickelte sich aus einem Damengambit, zunächst ohne beiderseitige Ambitionen auf Vereinfachungen, ein leichter Positionsvorteil für den Gegner. Mit dem Abtausch der Figuren im Mittelspiel drehte sich dieser Vorteil jedoch zu meinen Gunsten, kostete allerdings auch reichlich Bedenkzeit in der Umsetzung. Nach einigen Zügen in akuter Zeitnot war der Vorteil dann leider wieder dahin, und die Partie endete remis.“

Nach zehn Zügen übersah ich in meiner (Swidbert) Partie gegen Dieter Zimmermann (1419) einen Qualitätsgewinn, der mir manche Qual erspart hätte. Nachdem alle Leichtfiguren abgetauscht waren, sich die Bauernketten zunehmend festfuhren, und die Schwerfiguren keine offenen Linien hatten, bot Zimmermann mir mehrfach remis. Angesichts des noch nicht entschiedenen Mannschaftskampfes lehnte ich ab. Nach langem Überlegen sah ich dann eine Möglichkeit, das Spiel zu öffnen. Durch Tausch von Dame, Turm und einigen Bauern ergab sich ein Turmendspiel, bei dem ich einen entfernten Frei- und Mehrbauern behielt. Inzwischen hatte Jürgen H. ein Remis erkämpft und mein Remis hätte zum Gesamtsieg ausgereicht. Aber jetzt wollte ich unbedingt gewinnen. Doch in höchster Zeitnot fand ich den Gewinnweg nicht und machte nach 109 Zügen erschöpft per Zugwiederholung remis.
(Swidbert Dohmes)